Kraftplatz Einsiedelei

Es ist eine gemütliche Wanderung, im Sommer wie im Winter, die zu einem ganz besonderen Ort am Fuße des Niederkaisers führt. Am Andachtsweg entlang und vorbei an den liebevoll gestalteten Stationen des Kreuzweges kommt man an einem Platz an, den man wahrlich als lichtvollen Kraftort bezeichnen kann. Zuerst fällt der Blick auf die anmutige Wallfahrtskapelle, umringt von einem idyllischen Naturschauspiel und eingebettet in Wald und Wiese. Hier kann man sich der wohltuenden Stille hingeben und die wunderbare Aussicht genießen. Tritt man ein in die Kapelle, ist man beeindruckt von dem barocken Säulenaltar, der eine Reproduktion des Gnadenbildes Maria von Ré in Piemont wiedergibt.

Die Einsiedelei gilt auch als Geheimtipp für Kinder, die sich auf die Erstkommunion oder Firmung vorbereiten. Jugendliche und junge Erwachsene erinnern sich gerne an diesen Ausflug mit ihrer Erstkommunion- oder Firmungsgruppe zurück, der meist mit einer guten Jause bei der Einsiedlerin einen netten Abschluss fand.

Das Wohnhäusl Einsiedelei und die Kapelle Maria Blut wurden gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. An diesem Ort wohnen seit über dreihundert Jahren stets Einsiedler. Derzeit wirkt und wohnt dort eine Schwester vom Orden der Kreuzschwestern. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Kapelle nach mehrmaligem Besitzerwechsel im Eigentum der Pfarrkirche St. Johann. Wer sich nach einer stillen Andacht oder einem Gebet eine Erinnerung an diesen einzigartigen Kraftplatz mit nach Hause nehmen möchte, findet vor der Kapelle kleine Fläschchen mit Weihwasser.

 

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