So ist es bei uns Brauch

Weihnachten steht vor der Tür. In dieser Zeit spüren wir unsere Wurzeln ganz besonders stark. Um diesem inneren Gefühl im Außen Ausdruck zu verleihen, folgen wir den Bräuchen, die in unserer Heimat schon seit Generationen gelebt werden.

So kennen wir alle die Tradition am 4. Dezember, dem Namenstag der Hl. Barbara, Zweige von Kirschbäumen in ein warmes Wasser zu geben und zum Ofen zu stellen. Ist es dann so, dass die Barbarazweige am Heiligen Abend aufblühen,  ist man im nächsten Jahr mit Glück gesegnet.

Besonders am Land ist es in Tirol schon seit dem 15. Jahrhundert so Brauch, dass vor Weihnachten die „Anklöpfler“ von Haus zu Haus ziehen. Junge Menschen, verkleidet als Josef und Maria, als Hirten oder auch als Wirte ziehen durch die Orte. Sie spielen singend die Herbergssuche nach und verbreiten besinnlichen Weihnachtszauber.

Vier sind es an der Zahl, die größere Bedeutung haben. Die Rauhnächte, die bei uns in Tirol eine besonders mystische Bedeutung haben, sind in der Thomasnacht am 20./21 Dezember,  am 24. Dezember, in der Silvesternacht am 31.12. und von 5. auf 6. Januar. Sie haben den Sinn, Haus und Hof vor Krankheit und Unheil zu schützen. Dabei gehen die Familienmitglieder mit einer eisernen Pfanne mit Weihrauch durchs Haus, durch den Hof und in die Stallungen. Manches Mal werden auch spezielle Kräuter dazu gemischt.