Das Glück kehrt ein

Da hat man wahrlich Schwein, wenn man rund um den Jahreswechsel einem Rauchfangkehrer über den Weg läuft.

Optisch wirkt der lebendige Glücksbringer in seiner schwarzen Kluft und dem rußigen Gesicht ja eher wie ein dunkler Geselle, doch das täuscht. Seit dem Mittelalter erhellt der Kaminkehrer das Gemüt der Menschen und verleiht Freude und Hoffnung. Dazu muss er gar nichts tun. Es reicht seine Anwesenheit. Wohl niemand käme auf die Idee, dieses Handwerk anzuschwärzen.

Warum das so ist? Dazu werfen wir, nein nicht die Kugel in den Kamin, sondern einen kurzen Blick zurück. Seit ewigen Zeiten hat das Feuer und die damit verbundene wärmende Wirkung für die Menschheit eine große Bedeutung. Die Feuerstelle im Haus war der Mittelpunkt der Familie, um zu kochen, zu essen und sich zu wärmen. Es schenkt zudem Licht und lässt der Kälte keine Chance. Ein Herd, ein offener Kamin, ein Kachelofen, jede unserer Feuerstellen hüllt uns in ein heimeliges Ambiente, das uns ein Gefühl von Geborgenheit schenkt.  Nun ist es aber so, dass bekanntlich alles zwei Seiten hat. So gibt uns das Feuer im Haus nicht nur Wohl- sondern auch Unbehagen, sobald sich giftiger und übelriechender Rauch breit macht. Sogar vor einem gefürchteten Feuerausbruch ist man nicht gefeit. Das liegt an verschmutzten Rauchfängen, die einer regelmäßigen Reinigung bedürfen. So, und nun kommt unser Glücksbringer ins Spiel. Oder besser gesagt ins Haus.  Er kümmert sich ums fachgerechte Kehren der Kamine, reinigt diese von Ruß und Verschmutzungen und so ist die Brandgefahr gebannt. Kein Wunder also, dass unser Herz für die Rauchfangkehrer brennt.